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Verlegung von PE-Rohren
PE-Rohre zeichnen sich durch die Möglichkeit ihrer einfachen und schnellen Verlegung aus. Aufgrund der hohen Flexibilität, dem geringen Gewicht und der niedrigen zulässigen Verlegetemperaturen weisen sie eine hohe Kosten- und Zeiteffizienz auf. Hindernisse wie Baumwurzeln, Felsen oder kreuzende Rohrleitungen können unter Beachtung des zulässigen Biegeradius ohne Einsatz von kostspieligen Formstücken umgangen werden. Darüber hinaus tragen die diversen Verbindungstechniken, insbesondere die einfache Schweißbarkeit, zum einfachen Handling bei.
Bei der Verlegung von Trinkwasser- und Abwasserdruckrohren sind in Deutschland die Verlegerichtlinien nach DIN 19630 sowie die Vorgaben des Kunststoffrohrverbandes und des DVGW zu beachten. PE-Rohre werden entweder als Stangen, im Bund oder auf Trommeln ausgeliefert. Vom Bund oder von der Trommel sind die PE-Rohre abzuwickeln, ein Abziehen ist zu vermeiden. Ferner ist darauf zu achten, dass die Rohre nicht geknickt und z. B. durch spitze Gegenstände beschädigt werden.
In Bezug auf die Verlegetechnik kann zwischen der offenen und der grabenlosen Verlegung unterschieden werden. Bei der offenen Verlegung ist als Grabenverfüllung steinfreies Material zu verwenden. Sollte eine Verlegung in felsigem Untergrund erfolgen, sind die Rohre in Sand einzubetten. Unebenheiten in der Grabensohle sind durch Sand- oder Kiesfüllungen auszugleichen. Als eine besonders effiziente Verlegtechnik hat sich alternativ zur offenen Verlegung im Graben das Einpflügen von Rohrleitungen erwiesen. Verlegeleistungen von bis zu 5 km pro Tag bei kleinen Durchmessern sind bei diesem Verfahren denkbar. Mittlerweile ist das Einpflügen von PE-Rohren in Sandbett durch die ständige Weiterentwicklung des Verfahrens möglich. Bei der Querung von Strassen, Bahnschienen etc. kommt als grabenlose Verlegtechnik auch das Horizontalspülbohrverfahren zum Einsatz. Dagegen wird insbesondere beim Leitungsbau im Hausanschlussbereich die Erdrakete als grabenlose Verlegetechnik eingesetzt. Die Auswahl des geeigneten Verlegeverfahrens ist auch mit Blick auf die unterschiedlich starke mechanische Beanspruchung auf das zu verlegende Rohr zu treffen.
Die Verlegetiefe hängt von den auf das Rohr einwirkenden äußeren Kräften wie z. B. Verkehrsbelastungen und dem Rohrdurchmesser ab. Um das Einfrieren von Wasser zu verhindern, sollten die Rohre mindestens unterhalb der Frosttiefe (Wasser ca. 1-1,8m) verlegt werden.
Bei der Verlegung von Kanalrohren sind in Deutschland die Verlegerichtlinien nach DIN EN 1610 und DIN 18300 zu beachten. Grundsätzlich dürfen Entwässerungsrohre nur geradlinig verlegt werden. Nur in besonderen Fällen sollte hiervon abgewichen werden. Dabei ist eine Richtungsänderung möglichst so zu wählen, dass sie sich durch Biegen der Rohre in der Horizontalen erreichen lässt. Beim Biegen der Rohre ist der zulässige Biegeradius zu beachten.




